Ein Buch von Thomas Seliger
Texte über das, was hätte sein können
— und über das, was bleibt.
Poesie mit Tiefgang — wie für dich geschrieben.
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Vielleicht bin ich für sie
nicht mehr als ein schönes Gemälde.
Ein Bild in warmen Tönen,
abgestellt im blauen Salon ihres Denkens,
still, leicht verstaubt,
doch manchmal im Vorübergehen bestaunt.
Manchmal lächelt sie darüber.
Dann spielt das Äffchen,
dressiert auf Erinnerung,
seine kleinen Kunststücke.
Es verbeugt sich,
zieht Grimassen,
reicht ihr das Gefühl von ›damals‹.
Ein Archivar lebt in ihr,
meine Notizen fein säuberlich sortiert.
Er zieht sie heraus,
wenn sie passen –
zu Regen,
zu Liedern,
zu Gerüchen.
Ein DJ,
der mein Lachen
auflegt,
wenn ihr danach ist.
Ein Tänzer,
der tanzt,
wenn sie Sehnsucht verspürt –
aber nur für den Moment.
Ein Chauffeur,
der sie durch alte Straßen fährt –
die einst ›wir‹ hießen,
doch längst neue Namen tragen.
Doch ich war kein Gedanke.
Ich war da.
Mit Haut.
Mit Herz.
Mit offenen Händen
und echtem Atem.
— Auszug aus „Der eine Kaffee"
Was drinsteht
Texte über das, was zwischen zwei Menschen unausgesprochen bleibt — und gerade deshalb am längsten nachklingt. Eine Liebe, die nicht zu Ende ging, weil sie nie richtig begann.
Vom Schmerz, der nicht das Ende ist, sondern Teil einer Wandlung. Vom Vermissen, das eine eigene Sprache hat — leiser als Worte, aber tiefer als Bilder.
Vom Bleiben. Davon, dass etwas weiterlebt — auch wenn alles Äußere geht. Lyrik als Versuch, das Unauffindbare festzuhalten, ohne es zu greifen.
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